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Unser Sehen – reine Einbildung? Was wir aus optischen Täuschungen lernen können

Ringvorlesung WS 2019/2020 | Montag, 28. Oktober 2019

 

Unser Sehen – reine Einbildung? Was wir aus optischen Täuschungen lernen können


Vortrag von Prof. Dr. Michael Bach, Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg

 

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Wir nehmen unser Sehen als selbstverständlich hin, es scheint gar keine Mühe zu machen. Tatsächlich ist jedoch die Wahrnehmung von Bildern, Objekten und Gestalten ein hochkomplizierter Prozess, zum Beispiel: Wenn wir den Kopf zur Schulter neigen, bleibt die Welt senkrecht – obwohl sie sich im Auge dreht; wenn die Beleuchtung sich ändert, erscheinen Farben weiterhin gleichartig; wenn man um eine Skulptur herumgeht, ändert sich die Silhouette, das wahrgenommene Objekt jedoch bleibt gleich; unseren blinden Fleck im Gesichtsfeld bemerken wir nicht.

Denn wir nehmen die Welt über Sinnesorgane wahr, die angepasst sind an die Informationen, die wir zum Leben brauchen. “In Wirklichkeit” mag die Welt anders sein. Die normalerweise unvollständige Sinnesinformation ergänzt und korrigiert der “unbewusste Schluss” (Helmholtz). Dies führt zur aktuellen Bayesschen Wahrnehmungsdeutung.

In dem Vortrag werde ich Phänomene sowie Täuschungen in Experimenten und interaktiven Darstellungen vorführen. Bei einer starken Bewegungstäuschung (“Rotating Snakes”) werde ich in die Tiefe gehen und eigene Forschungsergebnisse und Erklärungsmechanismen darstellen.
 

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