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Repräsentation von Raum und Zeit im Zentralnervensystem

Ringvorlesung WS 2019/2020 | Montag, 16. Dezember 2019

Repräsentation von Raum und Zeit im Zentralnervensystem


Vortrag von Prof. Dr. Marlene Bartos, Physiologisches Institut I, Universität Freiburg


Wie werden Informationen gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen? Dies ist eine der zentralen Fragen in den Neurowissenschaften. Die Gedächtnisbildung ist einer der fundamentalsten Fähigkeiten des Zentralnervensystems, die es Individuen erlaubt neue Dinge zu lernen und der sich stetig ändernden Umwelt anzupassen.

An der Bildung von Gedächtnisepisoden – also Erinnerungen an konkrete Erlebnisse – ist der Hippocampus, eine Gehirnregion, entscheidend beteiligt. Anhand des Beispiels der Orientierung von Mäusen in der Umgebung konnte nachgewiesen werden, dass Gruppen von Nervenzellen im Hippocampus eine Karte bilden, die konkrete Orte der Umgebung kodieren. Diese Karten liefern eine grobe Übersicht über die Position der Maus in der Umgebung, teilweise berücksichtigen sie aber auch die Zeit sowie Kontextfaktoren, vor allem die Information, wo sich die Maus befindet. Zudem können sich die Karten in Abhängigkeit zu Änderungen in der Umgebung verändern und lassen somit einen Lernprozess erkennen.

In meinem Vortrag werde ich basierend auf eigenen Forschungsarbeiten berichten, wie sich diese Karten in Mäusen ausbilden die einer virtuellen Umgebung ausgesetzt wurden, in der sie sich orientieren müssen und wie stabil diese Karten über die Zeit sind.

 

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