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Hirnforschung an den Grenzen der Vorstellungskraft

Ringvorlesung WS 2018/2019 | Montag, 28. Januar 2019

Hirnforschung an den Grenzen der Vorstellungskraft


Prof. Dr. Wolf Singer, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt

Innerhalb weniger Jahrzehnte haben methodische Fortschritte Einblicke in die strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns ermöglicht, die dazu beitrugen, einige lang gehegte Vermutungen empirisch zu belegen. Zugleich zwingen diese Daten aber auch zu der Einsicht,  dass die Verarbeitungsprozesse im Gehirn weitaus komplexer sind als bislang vermutet.

Dies trifft besonders auf die Funktionen der Großhirnrinde zu. Die Möglichkeit, die Aktivität einer großen Zahl von Nervenzellen gleichzeitig zu erfassen, verweist darauf, dass die Evolution Prinzipien der Informationsverarbeitung realisiert hat, über die wir zur Zeit nur spekulieren können und deren Komplexität unser Vorstellungsvermögen überfordert.

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